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Servorahmen

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Ein Servorahmen, gleich welcher Art, hat den gewaltigen Vorteil, dass man das Servo einfach aus- und einbauen oder bei einem Defekt tauschen kann.

Die einfachste Methode ein Servo in der Tragfläche zu befestigen ist gleichzeitig auch die brutalste: einkleben! Wer das nicht will, kann auf die Schrumpfschlauchmethode zurückgreifen. Wer aber will, dass die vom Hersteller angegebene Stellkraft auch verlustfrei am Ruder ankommt, sollte sich Gedanken über die Verwendung von kraftschlüssigen Servorahmen mit Gegenlager machen.

Die Profilierungen meiner Segelflugmodelle sind in der Regel so dünn wie möglich ausgelegt. Somit spielt beim Einbau der Servos nicht nur die Bauhöhe sondern auch der Platzbedarf eine Rolle. Beim Tragflächenbau werden für die Servos vorgefertigte runde Servoschächte aus Sandwich-Material unter die Schale eingebaut.

Warum mach ich das ?

  • idealer Verbund der Ober- und Unterschale (ohne notwendige Ausschnittsverstärkung)
  • Servo-Verwindung wird optimal in Ober- und Unterschale geleitet
  • minimale Schwächung des Torsionsgewebes (30 Prozent weniger als bei einem rechteckigen Servoschacht)

Mangels käuflicher Lösungen für runde Servoschächte habe ich mich an die Konstruktion entsprechender Servorahmen für die von mir meist eingesetzten Servotypen gemacht. Dabei steht für mich ausschließlich die beste, universell anwendbare Lösung im Focus und nicht das kommerzielle Marktumfeld und auch nicht der Aspekt Wirtschaftlichkeit. Meine Modellauslegungen (z.B. Fox) sind für entsprechende Geschwindigkeiten (300 km/h) und Einsatzbedingungen konzipiert - dabei will ich keine Schwachpunkte zulassen, sondern optimiere in jede Richtung.

Querruder
Hier werden von mir oft und gerne die Futaba S3150 / S3172 bzw. S3174 eingesetzt. Hierbei erschien es mir wichtig, bei der Konstruktion eine jederzeitige Demontage zwecks Wartung bzw. Ersatz zu realisieren. Ebenso müssen die Servorahmen für eine Überkreuzanlenkung geeignet sein. Dies war jedoch nur durch die Konzeption als linken und rechten Servoschacht zu lösen ... der mechanische Aufwand bei der Herstellung ist sicherlich größer - das Ergebnis konnte mich aber mehr als überzeugen. Die hierfür konstruierten Servorahmen passen u. a. in die von mir verwendeten runden 50 mm Servoschächte, sind leicht, robust und das bei einer Bauhöhe von gerade mal  8,3 mm (9,8 mm inkl. Schrauben)

  • Servorahmen_315x
  • Servorahmen_315x_Bauhöhe
  • Servorahmen_315x_Gegenlager
  • Servorahmen_315x_Schacht


Wölbklappen
In der Konstruktion für die 60 mm Wölbklappen-Schächte durfen als erstes die Graupner HBS 660 BB MG Platz nehmen.
  • hbs660_1
  • hbs660_2
  • hbs660_4

Hierbei konnte ich einige bewährte Details von den 50 mm Schächte übernehmen... In naher Zukunft werden die ersten Frästeile entstehen - dann sehen wir weiter!

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